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Hintergrund der Klimaschutzstrategie

2008 hat sich die Landessynode der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) zum Ziel gesetzt, die CO2-Emissionen in ihrem Wirkungsbereich zwischen 1990 und 2020 um 40 % zu reduzieren:

„Die Landessynode beauftragt die Kirchenleitung ein Energiespar- und Klimaschutzkonzept für die Landeskirche zu entwickeln. […] Die Einsparvorgaben müssen den Zielvorgaben wirkungsvollen Klimaschutzes entsprechen und alle Bereiche kirchlichen Handelns umfassen. Das bedeutet konkret eine Reduzierung der CO2-Emissionen bis 2020 um 40 % auf der Basis von 1990. […]“

Um dieses Ziel zu erreichen, wurde zwischen 2009 und 2012 ein integriertes, das heißt sämtliche Bereiche kirchlichen Handelns umfassendes Klimaschutzkonzept entwickelt. Die wissenschaftlich-technische Basis des Konzepts wurde vom e&u Energiebüro sowie dem Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie erarbeitet. Unterstützt wurden die Institute hierbei vom landeskirchlichen Baureferat.

CO2-Bilanz

Ausgangspunkt für sämtliche Klimaschutzmaßnahmen im Wirkungsbereich der EKvW ist eine Bestandsaufnahme der CO2-Emissionen. Diese wurde für die Jahre 1990 und 2009 durchgeführt.
Hierbei wurde ermittelt, dass sich die Emissionen der EKvW im Jahr 2009 auf 95.700 t CO2-Äquivalente belaufen. Dieser Wert entspricht in etwa den jährlichen Emissionen einer durchschnittlichen deutschen Kleinstadt mit 10.000 Einwohnern.

Bisherige Erfolge

Zwischen 1990 und 2009 konnten die CO2-Emissionen bereits um fast 30 % gesenkt werden. Neben allgemeinen Effizienzgewinnen, rechtlichen Rahmensetzungen und der Reduktion des Gebäudebestands der EKvW sind v.a. die Einsparerfolge des kirchlichen Umweltmanagementsystems „Der Grüne Hahn“ hierfür verantwortlich. „Der Grüne Hahn“ ist in mehr als 120 Kirchengemeinden und kirchlichen Einrichtungen der EKvW etabliert.
Ausgehend von der CO2-Bilanz wurden in einem weiteren Schritt die noch zu erbringenden CO2-Reduktionen ermittelt. Anschließend konnten geeignete Maßnahmen für die bis 2020 noch notwendigen Emissionsreduktionen definiert werden.

Perspektive 2020

Um die Minderungsziele bis 2020 erreichen zu können, sind umfangreiche Klimaschutzmaßnahmen in den Bereichen Gebäude, Verkehr, Beschaffung und Bewirtschaftung land- und forstwirtschaftlicher Flächen notwendig. Eine besondere Bedeutung kommt aufgrund der enormen Einsparpotenziale der Reduzierung des Energiebedarfs für Heizung und Warmwasser zu. Auch in den Bereichen Verkehrsvermeidung, -verlagerung und Verbesserung der Verkehrsorganisation sollen ambitionierte Klimaschutzeffekte erzielt werden.

Außerdem sind CO2-Einsparungen in bestimmten Beschaffungsfeldern möglich. Besonders hervorzuheben sind hier die Bereiche elektrische Energie, Papier und energiesparende Geräte und Produkte insbesondere im Büro- und Küchenbereich. Im Rahmen des Projektes "Zukunft einkaufen" wird das Beschaffungsmanagement in kirchlichen Einrichtungen systematisch auf ökologische und faire Kriterien umgestellt.

Auch durch eine veränderte Flächenbewirtschaftung können CO2-Einsparungen erreicht werden. Potenziale können hier durch ökologi­schen Landbau, nachhaltige Forstwirtschaft und regenerative Energieerzeugung erschlossen werden.

Synergien nutzen

Die Klimaschutzstrategie der EKvW beginnt nicht am Nullpunkt. Sie baut auf den Erfahrungen des Umweltmanagement-systems „Der Grüne Hahn“ auf und soll die verschiedenen Projekte innerhalb der EKvW gewinnbringend miteinander verzahnen. Hierzu gehört auch die Jugendklimakampagne „powered by heaven“, die Jugendliche westfalenweit unterstützt und motiviert, sich für Klima- und Umweltschutz einzusetzen.

Wirtschaftli­che Effekte

Die Reduktion der CO2-Emissionen geht auch mit erheblichen wirtschaftli­chen Effi­zienzpotenzialen einher. So wurden auf der Basis der ermittelten Energiekennzahlen und Flä­chenangaben für die Gebäude und Liegenschaften der EKvW jährliche Energiekosten von insgesamt etwa 33 Mio. Euro abgeschätzt. Die Erschließung sämt­licher Einsparpotenziale würde eine jährliche Energiekosteneinsparung von fast 5 Mio. Euro bewirken.

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